Bingen 12.10.2026: Der Binger Adventskalender von Rotary und Lions ist seit 19 Jahren eine in Bingen fest etablierte Benefizaktion zur Leseförderung der Kinder an den Grundschulen. Der Verkauf beginnt wie in den vergangenen Jahren am Samstag vor dem Mantelsonntag in Bingen.
Mit einer Auflage von 4.200 Exemplaren und einem unveränderten Verkaufspreis von fünf Euro kann man seiner Familie, Freunden oder Kollegen in der Vorweihnachtszeit wieder eine Freude bereiten. Hinter den 24 Türchen des Kalenders mit einem attraktiven winterlichen Motiv von Bingen verbergen sich über 350 Gewinnchancen im Gesamtwert von mehr als 14.300 Euro. „Großer Dank gilt unseren über 100 Sponsoren für die zahlreichen Sach- und Gutscheinspenden sowie den Geldspendern, die mit rund 5.000 Euro die Finanzierung der Druckkosten des Kalenders ermöglichen“, betonen die Präsidentin des Rotary Clubs Bingen, Claudia Pieroth, und der Präsident des Lions Clubs Bingen, Stefan Wienand.

Im Raum Bingen muss man Sinn und Zweck des Kalenders kaum noch erklären, so die beiden Präsidenten weiter. Die Erlöse aus dem Verkauf fließen ausschließlich in die Leseförderung an insgesamt elf Grundschulen in Bingen, in Münster-Sarmsheim, Ockenheim und Weiler. Jedes Frühjahr erhält jedes Kind der ersten vier Klassen ein altersgerechtes Buch, das es mit nach Hause nehmen und sein Eigen nennen darf. Die Bücher werden jedes Jahr neu ausgewählt. Ziel ist es, mit interessanten Themen Freude und Spaß am Lesen zu wecken. Doch damit nicht genug: Die Schulen erhalten darüber hinaus spezielle didaktische Materialien für den Unterricht; auch die Fördervereine der Schulen werden finanziell unterstützt.
Rotary und Lions fühlen sich in ihrem Engagement auch durch die Rückmeldungen der Schulen bestätigt. So konnten an einigen Schulen die Bestände der Schulbibliotheken durch beliebte Sachbücher, beispielsweise aus der Reihe „Was ist was“, ergänzt oder weitere Klassenlektüren wie die Geschichte „Klassenfahrt ins Niemandstal“ angeschafft werden. An anderen Schulen wurden Autorenlesungen und Lesewettbewerbe durchgeführt. Eine Schule berichtet über eine tägliche zusätzliche Leseförderung in Kleingruppen sowie über Kooperationen mit Kindertagesstätten. Dabei lernen Kita-Kinder gemeinsam mit einer Lehrerin bereits die Schule kennen. Mit den Spenden werden zudem spezielle Bilderbücher und einfache Lesetexte mit Aufforderungscharakter für die Kita-Kinder angeschafft und zur Sprachförderung eingesetzt.
An der Notwendigkeit der Leseförderung hat sich nichts geändert – im Gegenteil. Nach der internationalen IGLU-Studie verfügt etwa jedes vierte Kind in Deutschland am Ende der Grundschule nicht über ausreichende Lesekompetenzen. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler auf den beiden niedrigsten Kompetenzstufen ist innerhalb von fünf Jahren von rund 19 auf mehr als 25 Prozent gestiegen. Besonders groß sind die Herausforderungen bei Kindern aus sozial benachteiligten Familien und bei Kindern, die zu Hause nicht oder nur selten Deutsch sprechen. Für Rotary und Lions ist dies Motivation genug, die Leseförderung gemeinsam mit den Grundschulen engagiert fortzuführen.
Der Verkauf des Kalenders beginnt am Samstag, 24. Oktober. Die Kalender waren im letzten Jahr in wenigen Tagen vergriffen. Verkaufsstände gibt es freitags und samstags bis voraussichtlich 7. November bei Edeka in Bingen und auf dem Parkplatz zwischen Rewe und Aldi im Gewerbegebiet in Büdesheim sowie am Mantelsonntag, 25. Oktober, vor der ehemaligen Adler-Apotheke in Bingen.
An allen Werktagen kann der Kalender ebenfalls erworben werden: in Bingen bei Neumann am Salztor, Optik Novak und Hagemann Lederwaren, in Büdesheim bei der Apotheke am Römer, in Ockenheim bei der Bäckerei Roos, in Sponsheim bei Auto-Pieroth und in Dromersheim bei der Landmetzgerei Dobroschke. Damit ist sichergestellt, dass jeder die Möglichkeit hat, einen Kalender zu erwerben.
Wenn es am 1. Dezember losgeht und sich das erste Türchen öffnet, werden täglich die Gewinnnummern veröffentlicht. Sie sind online unter www.binger-adventskalender.de einsehbar. Außerdem werden die Gewinnnummern in der Allgemeinen Zeitung und im Binger Wochenblatt veröffentlicht.

