Bingen, 02.03.2026: Der traditionelle Ausflug des Lions Clubs Bingen führte in diesem Jahr in das Ahrtal, das am 14./15. Juli 2021 von einer Jahrhundertkatastrophe mit über 135 Todesopfern heimgesucht wurde. Auch die Binger Lions spendeten in dieser Zeit mehrfach für die Bewältigung der Flutkatastrophe.
Auf dem Weg ins Ahrtal besuchten die Lions zunächst das Deutsche Vulkanmuseum Lava-Dome, das die geologische Geschichte der Region eindrucksvoll vermittelt. Die im Mittelalter durch Basaltabbau entstandenen Lavakeller waren für Mendig im 19. Jahrhundert aufgrund ihrer konstanten Temperatur von großer Bedeutung als Lagerstätten für untergäriges Bier. Im Anschluss lud die benachbarte Vulkanbrauerei zur Einkehr ein.
Im Ahrtal wurden die Lions vom Geschäftsführer der Zukunftsregion Ahr e. V., David Bongart, zu einem Vortrag mit anschließender Rundfahrt empfangen. Mit seinem privaten Haus selbst von der Katastrophe betroffen, schilderte er eindrucksvoll die Ereignisse des Katastrophentages, die schwierige Zeit danach sowie die überwältigende Hilfsbereitschaft. Kaum jemand im Tal kennt nicht Menschen, die Angehörige verloren haben. Ein zentrales Fazit: Der Hochwasserschutz muss künftig eine nachhaltige Priorität erhalten. Jahrhundert-Hochwasser an der Ahr gab es bereits 1804 und 1910. Das Bauen in unmittelbarer Flussnähe gehört der Vergangenheit an. Entscheidend ist nun insbesondere der Bau von Rückhaltebecken mit den dafür notwendigen finanziellen Mitteln.
Wer heute durch das Ahrtal fährt, sieht u.a. eine erneuerte Bahntrasse mit Zügen im Halbstundentakt sowie Gemeinden mit zahlreichen sanierten oder neu errichteten Gebäuden und Einrichtungen. Im besuchten Hotel in Altenahr und in den gastronomischen Betrieben erlebten die Lions hohe Qualität und große Gastfreundschaft. Auch die Führung in Bad Neuenahr-Ahrweiler vermittelte eindrucksvoll den Stand des Wiederaufbaus, unter anderem bei den Kureinrichtungen entlang der Ahr. Rund 5 Milliarden Euro aus dem gemeinsamen Fördertopf von Bund und Ländern sind bislang ins Ahrtal geflossen; zahlreiche Projekte befinden sich jedoch noch in Planung.
Zum Programm gehörten zudem der Besuch der Römervilla sowie des ehemaligen Regierungsbunkers – beide mit eindrucksvollen Führungen. Die beim Straßenbau 1980 entdeckte Römervilla versetzt Besucher gedanklich in die Zeit der Kelten und Römer im 2. und 3. Jahrhundert. Sichtbar sind die Reste eines römischen Gutshofes mit Heizsystem und Badeanlagen. Der nahegelegene Regierungsbunker umfasste einst eine 17 Kilometer lange Anlage und ist ein bedeutendes Zeugnis des Kalten Krieges. In den 1990er Jahren wurde er – auch aus Kostengründen – stillgelegt. An dieser Station begrüßte der Erste Kreisbeigeordnete und Landtagsabgeordnete Horst Gies die Binger Lions-Freunde. Der Präsident des Lions Clubs Bingen, Jörg Berres, bedankte sich in alter Verbundenheit und resümierte: „Die Gemeinden und ihre Einwohner haben in wenigen Jahren Unglaubliches geleistet. Die Zukunft im Ahrtal hat wieder begonnen.“
In dem renommierten Rotweinanbaugebiet durfte schließlich ein Besuch in Mayschoß bei der ältesten Winzergenossenschaft der Welt nicht fehlen. Nach Kellerführung und Weinprobe nahm so mancher Lions-Freund eine „flüssige Erinnerung“ mit nach Hause.
Den Abschluss des dreitägigen Ausflugs bildete auf dem Rückweg das Benediktinerkloster Maria Laach. Neben den zahlreichen Sehenswürdigkeiten beeindruckte insbesondere die prachtvolle Jesuitenbibliothek aus dem 19. Jahrhundert.
Die Binger Lions verabschiedeten sich mit dem Fazit: „Die Ahr lädt zum Wiederkommen ein.“

Im Lava-Keller in Mendig

GF David Bongart erläutert an der Aussicht in Dernau

Altenahr Tunnelausgang nach der Flut

Altenahr Tunnelausgang saniert

Lions in der Roemervilla mit Herrn Wagner als Führer

Winzergenossenschaft in Mayschoss – das Wasser stand im oberen Fensterbereich

Ein netter Spruch in der Gaststätte Hofgarten in Dernau, Weingut Meyer-Näkel

Vor dem Regierungsbunker mit Horst Gies, MdL

Im Lagezentrum im Bunker

Kilometerlange Tunnel

Jesuitenbibliothek im heutigen Benediktinerkloster Maria Laach

Abschiedsbild, Maria Laach
Lesen lernen heißt leben lernen
Rotary und Lions Club Bingen fördern das Lesen seit 20 Jahren
Bingen, 12.03.2026: Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Adventskalender im Jahr 2025 kann die Leseförderung an elf Grundschulen in Bingen und Umgebung im Schuljahr 2025/26 fortgesetzt werden. Bei der Übergabe der Bücher in der Grundschule am Nahetor in Münster-Sarmsheim durch die Präsidenten der beiden Clubs freuten sich die Kinder über den neuen Lesestoff – ein eigenes Buch, das sie mit nach Hause nehmen dürfen.
Die Leseförderung startete im Schuljahr 2006/07 an den Grundschulen in Bingen mit 473 Büchern für jeweils zwei Klassen. Mit dem Start des Binger Adventskalenders im Jahr 2008 kamen im Laufe der Jahre weitere Schulen hinzu. Ferner sind alle Grundschulklassen in die Leseförderung einbezogen.
Im aktuellen Schuljahr 2025/26 erhalten die Schulen 1.514 altersgerechte und pädagogisch ausgewählte Bücher eines Schulbuchverlages. Die Bücher werden im Unterricht als wertvolle Ergänzung und Unterstützung für die Leseförderung eingesetzt, berichtete der Leiter der Grundschule, Christoph Wiemer. Die Lehrerinnen und Lehrer erhalten begleitende Handbücher mit Methodenvorschlägen, Arbeitsblättern und Anleitungen, die zur vertieften Auseinandersetzung mit den Büchern anregen. Die spannenden Themen – in diesem Jahr unter anderem Zauberin, Piraten, Meisterdieb und Europa – motivieren viele Kinder zusätzlich, ihr eigenes Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen, so Wiemer.
Bücherübergabe in der Klasse 2 b in der Grundschule am Nahetor in Münster-Sarmsheim – letzte Reihe v.l. Jörg Berres, Nico Seidel, Christoph Wiemer, Ines Busch
Neben den Büchern erhalten auch die Fördervereine der elf Schulen eine wichtige Unterstützung in Höhe von insgesamt 12.000 Euro aus dem Verkauf der Adventskalender. Die Vereine setzen diese unter anderem für Förderangebote bei Leseschwächen ein. Über die Verwendung der Mittel wird jährlich berichtet.
Insgesamt konnten in den vergangenen 20 Jahren 208.000 Euro an Spenden für die Fördervereine sowie mehr als 25.135 Bücher für die Leseförderung bereitgestellt werden. Das ist nicht zuletzt der Verdienst der mitwirkenden Schulen, vieler treuer Käuferinnen und Käufer des Binger Adventskalenders sowie der unterstützenden Binger Unternehmen, resümierten die Präsidenten Nico Seidel und Jörg Berres.
Die Bedeutung der Aktion ist ungebrochen: Laut internationalen Vergleichsstudien ist die Lesekompetenz deutscher Viertklässler im internationalen Vergleich zuletzt gesunken; etwa ein Viertel erreicht nicht die für die weitere Schullaufbahn notwendigen Mindeststandards. Mit der Leseförderung wirken die Clubs diesem Trend gezielt entgegen, denn das Lesenlernen in der frühen Schulzeit ist eine wesentliche Grundlage für den weiteren schulischen Erfolg.
Lions Club Bingen pflanzt Obstbäume im Binger Wald
Apfel, Birne, Mirabelle und Speierling steigern Biodiversität
Bingen, 11.03.2026: Für die Freunde des Lions Clubs Bingen galt es auch in diesem Jahr im Binger Wald Bäume zu pflanzen. Mit Spaten und Pflanzwerkzeug ging es vom Forsthaus Heiligkreuz etwa eine Viertelstunde zu Fuß zum Einsatzort – bei bestem Wetter.
Dort erläuterte Maximilian Roffhack vom Forstrevier Heiligkreuz die Pflanzaktion. Neben den Hauptholzarten im Binger Wald wie Eiche, Buche oder Fichte ist ihm die Förderung weiterer und klimastabiler Baumarten wichtig. Dazu zählt auch das Streuobst. Entlang des Weges lagen zehn rund 1,60 Meter hohe Obstbäume bereit: Apfel, Birne, Mirabelle und Speierling. Der Revierleiter erklärte deren Bedeutung in Wald und Flur. Gerade in Mitteleuropa wurden solche Bäume früher bewusst an Wegen gepflanzt. Sie haben einen hohen ökologischen und kulturellen Wert und sind für viele Tierarten besonders wertvoll. Die Blüten ebenso wie die Früchte dienen zahlreichen Tieren als Nahrung. Alte Obstbäume bieten zudem Höhlen, Totholz und Rindenspalten als Lebensraum für Spechte, Fledermäuse und Käfer. Gerade die trockenresistenten Sorten wie Speierling und Wildbirne gehören dabei zu den ökologisch wertvollsten Baumarten im Wald. Der Speierling kann bis zu 30 Meter hoch und bis zu 600 Jahre alt werden.
Für die Lions war das Motivation genug, unter Anleitung des Försters die jungen Obstbäume fachgerecht zu pflanzen. Auch die Jüngsten in der Runde, Franz (4), Elena (8) und Luisa (10), waren tatkräftig und mit großer Begeisterung dabei. Noch rund zwei Jahre erhalten die jungen Bäume – gerade in Zeiten mit wenig Regen – ausreichend Wasser, damit die Anpflanzung nachhaltig gelingt.
Die nächste Lions-Generation ist aktiv dabei!
“Die Unterstützung der Aufforstung durch engagierte Bürgerinnen und Bürger ist für uns als Forstrevier ein wichtiger Beitrag – auch zur Bewältigung des Klimawandels”, betonte Revierleiter Roffhack. Oberbürgermeister Thomas Feser ergänzte: „Die Pflanzaktion des Lions Clubs Bingen zeigt wieder einmal, wie wichtig solche Initiativen für den Erhalt unserer Umwelt und zur Förderung der Biodiversität sind. Gemeinsam Verantwortung für unsere Natur zu übernehmen, ist heute wichtiger denn je.“
Der Präsident des Lions Clubs Bingen, Jörg Berres, kündigte an, dass der Club im Jahr 2026 noch eine weitere Aufforstungsaktion – diesmal in Zusammenarbeit mit Schulen – unterstützen möchte. Hierfür stünde bereits eine Spende von 750 Euro zur Verfügung.
Nach getaner Arbeit stärkten sich die Helferinnen und Helfer gemeinsam in der Gaststätte Heiligkreuz.
Die Zukunft im Ahrtal hat wieder begonnen
Bingen, 02.03.2026: Der traditionelle Ausflug des Lions Clubs Bingen führte in diesem Jahr in das Ahrtal, das am 14./15. Juli 2021 von einer Jahrhundertkatastrophe mit über 135 Todesopfern heimgesucht wurde. Auch die Binger Lions spendeten in dieser Zeit mehrfach für die Bewältigung der Flutkatastrophe.
Auf dem Weg ins Ahrtal besuchten die Lions zunächst das Deutsche Vulkanmuseum Lava-Dome, das die geologische Geschichte der Region eindrucksvoll vermittelt. Die im Mittelalter durch Basaltabbau entstandenen Lavakeller waren für Mendig im 19. Jahrhundert aufgrund ihrer konstanten Temperatur von großer Bedeutung als Lagerstätten für untergäriges Bier. Im Anschluss lud die benachbarte Vulkanbrauerei zur Einkehr ein.
Im Ahrtal wurden die Lions vom Geschäftsführer der Zukunftsregion Ahr e. V., David Bongart, zu einem Vortrag mit anschließender Rundfahrt empfangen. Mit seinem privaten Haus selbst von der Katastrophe betroffen, schilderte er eindrucksvoll die Ereignisse des Katastrophentages, die schwierige Zeit danach sowie die überwältigende Hilfsbereitschaft. Kaum jemand im Tal kennt nicht Menschen, die Angehörige verloren haben. Ein zentrales Fazit: Der Hochwasserschutz muss künftig eine nachhaltige Priorität erhalten. Jahrhundert-Hochwasser an der Ahr gab es bereits 1804 und 1910. Das Bauen in unmittelbarer Flussnähe gehört der Vergangenheit an. Entscheidend ist nun insbesondere der Bau von Rückhaltebecken mit den dafür notwendigen finanziellen Mitteln.
Wer heute durch das Ahrtal fährt, sieht u.a. eine erneuerte Bahntrasse mit Zügen im Halbstundentakt sowie Gemeinden mit zahlreichen sanierten oder neu errichteten Gebäuden und Einrichtungen. Im besuchten Hotel in Altenahr und in den gastronomischen Betrieben erlebten die Lions hohe Qualität und große Gastfreundschaft. Auch die Führung in Bad Neuenahr-Ahrweiler vermittelte eindrucksvoll den Stand des Wiederaufbaus, unter anderem bei den Kureinrichtungen entlang der Ahr. Rund 5 Milliarden Euro aus dem gemeinsamen Fördertopf von Bund und Ländern sind bislang ins Ahrtal geflossen; zahlreiche Projekte befinden sich jedoch noch in Planung.
Zum Programm gehörten zudem der Besuch der Römervilla sowie des ehemaligen Regierungsbunkers – beide mit eindrucksvollen Führungen. Die beim Straßenbau 1980 entdeckte Römervilla versetzt Besucher gedanklich in die Zeit der Kelten und Römer im 2. und 3. Jahrhundert. Sichtbar sind die Reste eines römischen Gutshofes mit Heizsystem und Badeanlagen. Der nahegelegene Regierungsbunker umfasste einst eine 17 Kilometer lange Anlage und ist ein bedeutendes Zeugnis des Kalten Krieges. In den 1990er Jahren wurde er – auch aus Kostengründen – stillgelegt. An dieser Station begrüßte der Erste Kreisbeigeordnete und Landtagsabgeordnete Horst Gies die Binger Lions-Freunde. Der Präsident des Lions Clubs Bingen, Jörg Berres, bedankte sich in alter Verbundenheit und resümierte: „Die Gemeinden und ihre Einwohner haben in wenigen Jahren Unglaubliches geleistet. Die Zukunft im Ahrtal hat wieder begonnen.“
In dem renommierten Rotweinanbaugebiet durfte schließlich ein Besuch in Mayschoß bei der ältesten Winzergenossenschaft der Welt nicht fehlen. Nach Kellerführung und Weinprobe nahm so mancher Lions-Freund eine „flüssige Erinnerung“ mit nach Hause.
Den Abschluss des dreitägigen Ausflugs bildete auf dem Rückweg das Benediktinerkloster Maria Laach. Neben den zahlreichen Sehenswürdigkeiten beeindruckte insbesondere die prachtvolle Jesuitenbibliothek aus dem 19. Jahrhundert.
Die Binger Lions verabschiedeten sich mit dem Fazit: „Die Ahr lädt zum Wiederkommen ein.“
Im Lava-Keller in Mendig
GF David Bongart erläutert an der Aussicht in Dernau
Altenahr Tunnelausgang nach der Flut
Altenahr Tunnelausgang saniert
Lions in der Roemervilla mit Herrn Wagner als Führer
Winzergenossenschaft in Mayschoss – das Wasser stand im oberen Fensterbereich
Ein netter Spruch in der Gaststätte Hofgarten in Dernau, Weingut Meyer-Näkel
Vor dem Regierungsbunker mit Horst Gies, MdL
Im Lagezentrum im Bunker
Kilometerlange Tunnel
Jesuitenbibliothek im heutigen Benediktinerkloster Maria Laach
Abschiedsbild, Maria Laach
Mit Klasse2000 stark und gesund in die Zukunft
Bingen, 13.02.2026: Das bundesweit größte Programm der Gesundheitsförderung, Gewalt- und Suchtvorbeugung im Grundschulalter ist seit 1991 Aufgabe des Vereins Programm Klasse 2000 e.V. Dieses von einem Lions-Mitglied entwickelte Präventionsprogramm wird vom Lions Club Deutschland als Partner unterstützt. Die Regionalleiterin Rheinland-Pfalz Nord, Martina Jonas, berichtete im Lions Club Bingen von über 2,4 Millionen Kindern, die in den letzten 25 Jahren mit den wichtigen Themen des Lebens erreicht werden konnten. Zu den 15 Schulstunden im Jahr zählen in den vier Grundschulklassen gesund essen und trinken, bewegen und entspannen, sich selbst mögen und Freunde haben, Probleme und Konflikte lösen oder auch kritisches Denken und Nein sagen können, z.B. zu Rauchen oder Alkohol. Das Präventionsprogramm wird wissenschaftlich begleitet, Studien bescheinigen Klasse2000 die höchste Kategorie „Effektivität nachgewiesen“. Von Lehrkräften wurde es als „gut“ oder „sehr gut“ bewertet, 98 Prozent der Schulleitungen und Paten würden das Programm weiterempfehlen. Den anwesenden Lions wurde von Martina Jonas sehr unterhaltsam der Weg unserer Nahrung im Körper erläutert und aufgezeigt.
Martina Jonas und aktive Lions
Martina Jonas: „Es geht darum anschaulich und spielerisch die wichtigen Dinge für das künftige Leben zu lernen“, lernen müsse Spaß machen. Die Kinder nehmen das Erlernte gerne mit nach Hause und werben dann selbst für eine gesunde Ernährung und ein gutes Miteinander. Die teilnehmenden Schulen erhalten Schulungsmaterial und werden durch Gesundheitsförderer tatkräftig unterstützt. Auch die Eltern würden mit Briefen in einfacher Sprache in die Schulung der Kinder eingebunden. Das Geld der Paten des Klasse2000 Programms ist nicht nur gut in die Zukunft der Kinder angelegt, sondern gemäß DZI Spenden-Siegel sparsam und korrekt verwendet, betonte Jonas weiter. Für 280 € pro Klasse und Schuljahr kann man eine Patenschaft übernehmen. Martina Jonas bot ihre Unterstützung an, auch Binger Grundschulen für Klasse2000 zu interessieren. Viele andere Schulen in Mainz-Bingen oder auch in den Nachbarkreisen wären mit dabei. Der Präsident des Lions Clubs Bingen, Jörg Berres, bedankte sich sehr herzlich für die kurzweilige Präsentation und ein Präventionsprogramm, das heute wichtiger denn je sei. Er kündigte abschließend weitere Beratungen im Vorstand und Überlegungen zur Ansprache der Grundschulen in Bingen an.
Dr. Jörg Straßburger – ist Indien wirklich unglaublich?
Bingen, 21.01.2026: Der Unternehmer und Berater Dr. Jörg Straßburger aus Münster-Sarmsheim ist seit mehr als 20 Jahren mit Leidenschaft und Erfolg in Indien tätig. Im Lions Club Bingen schilderte er seine Erfahrungen, die von viel Licht und vergleichsweise wenigen Schatten geprägt sind. Europa blicke in diesen Tagen zu Recht nach Osten – auf ein riesiges Land mit rund 1,4 Milliarden Menschen und einem bemerkenswert niedrigen Durchschnittsalter von etwa 29 Jahren. Vor über zwei Jahrzehnten führte ihn sein beruflicher Weg als Führungskraft im Unternehmen Lanxess nach Indien. Beim Bau eines Chemiewerks lernte er das größte demokratische Land der Welt auch von der Seite seiner bürokratischen Herausforderungen kennen. Diese erschienen ihm jedoch im Vergleich zu Europa überschaubar und im Dialog meist lösbar. Auch die unterschiedlichen politischen Kräfte im Vielvölkerstaat Indien spielten dabei eine Rolle. Mitunter werde mehr versprochen, als letztlich gehalten werden könne. Auf das Rechtssystem sei jedoch im Zweifel Verlass, betonte Dr. Straßburger.
Für ihn überwiegen die wirtschaftlichen Vorteile Indiens deutlich. Die Baukosten lägen selbst bei gehobenen Standards um bis zum Faktor zehn unter denen in Deutschland. Hinzu komme eine außergewöhnlich hohe Arbeitsmotivation in dem jungen Land. Diese positiven Erfahrungen hätten ihn schließlich dazu bewogen, sich als selbstständiger Unternehmer mit dem Schwerpunkt Indien zu etablieren. Seit 2015 organisiert er für westliche Unternehmen Kontakte und Geschäftsbeziehungen in Indien. Auf Nachfrage der Lions hob Straßburger insbesondere die gute theoretische Ausbildung vieler junger Menschen hervor. Zudem seien Freundlichkeit, eine positive Grundeinstellung und eine hohe Arbeitsbereitschaft prägend für die Zusammenarbeit mit indischen Partnern. Indien werde in wenigen Jahren nach den USA und China die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt sein. Zugleich bleibe das Land ein Ort großer Gegensätze. Die relative Armut habe durch ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum deutlich reduziert werden können. Dennoch müssten viele Menschen weiterhin mit umgerechnet etwa acht US-Dollar pro Tag auskommen. Die sozialen Sicherungssysteme seien stark fragmentiert und mit dem deutschen Sozialversicherungssystem nicht vergleichbar.
Unter dem Strich stand ein klares Fazit: „Indien ist wirklich unglaublich.“ Man müsse das Land jedoch verstehen und seine Vielfalt lieben, um dort erfolgreich zu sein, betonte Dr. Straßburger abschließend.
Dr. Jörg Straßburger und Jörg Berres
Förderverein des Lions Club Bingen zieht Jahresbilanz
Bingen, 14.01.2026: Lions Clubs führen Veranstaltungen und Spendenaktionen über gemeinnützige Fördervereine durch. Die Mitglieder im Lions Club Bingen sind daher auch Mitglied in der Vereinigung der Freunde des Lions-Club Bingen e. V. Auf der jährlichen Mitgliederversammlung zog der Förderverein nun Bilanz. Der Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Peter Comes, und der derzeitige Präsident des Clubs, Jörg Berres, dankten den Mitgliedern für ihr großes Engagement, das nicht selten mit einem größeren persönlichen und zeitlichen Einsatz verbunden ist. Veranstaltungen wie z.B. das Entenrennen werden wochenlang im Ehrenamt vorbereitet. Durch diese nachhaltige Unterstützung von größeren und kleineren Activities – gemäß dem Lions Motto „WE SERVE – konnten in 2025 Spenden von über 28.000 Euro für den guten Zweck gewährt werden, bilanzierte Dr. Comes. Zu nennen sind vor allem die Finanzierung von Nichtschwimmerkursen des SSV Bingen zugunsten sozial benachteiligter Kinder, die Unterstützung der Herberge Bingen für obdachlose Mitbürger, Spenden für Menschen mit Augen- und Hörbehinderungen in Tansania, die Unterstützung des Vereins „Trauernde Eltern und Kinder“, die Förderung einer Begegnungsreise von Schülern aus Tansania mit der Hildegardisschule in Bingen oder die kontinuierliche Unterstützung der vom Krieg gebeutelten Menschen in der Ukraine. Ferner zählt der „Binger-Adventskalender“ von Rotary und Lions seit langem zu einer wichtigen und anerkannten Acitivity in Bingen. Für 2026 steht bei Lions wieder eine Oldie-Night im Programm, eine der großen Veranstaltungen, um finanzielle Mittel für neue Unterstützungsmaßnahmen zu erschließen.
Lions Clubs unterstützen Herberge Bingen mit 8.000-Euro-Spende
Bingen 01.12.2025: Die Präsidenten des Lions Clubs Bingen und Rhein-Nahe, Jörg Berres und Dr. Annette Deynet-Vucenovic überreichten in der Herberge Bingen eine gemeinsame Spende in Höhe von 8.000 Euro. Mit diesem Betrag unterstützen die Lions ein wichtiges Erneuerungsprojekt: die Anschaffung neuer Betten, Matratzen und Nachttische für die Schlafräume der Einrichtung.
„Nach über 15 Jahren intensiver Nutzung sind unsere Betten stark abgenutzt. Eine Erneuerung ist dringend nötig, um die Räume besser nutzen zu können, die Reinigung zu erleichtern und die hygienische Unterbringung zu ermöglichen“ betont Herbergsleiter Sascha Horn. „Ein Bett ist für viele unserer Gäste mehr als Schlafplatz“, ergänzt die pädagogische Leitung, Diane Wüst. „Es bedeutet ein Stück Zuhause, Stabilität und Wärme – gerade jetzt, wo es draußen so kalt ist.“
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 16.000 Euro. Durch die Spende der beiden Lions Clubs ist ein bedeutender Teil der Summe bereits gedeckt. Weitere Spenden im Laufe des Jahres haben zusätzlich zur Finanzierung beigetragen, dennoch fehlt noch ein relevanter Betrag, um das Vorhaben vollständig abzuschließen. Die Anschaffung der neuen Betten ist für das Frühjahr 2026 geplant.
Die Vertreter der Herberge Bingen bedankten sich herzlich bei den Lions Clubs Bingen und Rhein-Nahe sowie bei allen bisherigen Unterstützerinnen und Unterstützern. Um das Projekt zeitnah realisieren zu können, ruft die Einrichtung weiterhin zu Spenden auf. Jede Hilfe trägt dazu bei, Menschen in akuter Not ein Stück Wärme und Geborgenheit zu schenken. Spendenkonto: Caritasverband Mainz e.V., Pax Bank eG, IBAN: DE28 3706 0193 4003 5000 18, BIC: GENODED1PAX Verwendungszweck: „Herberge Bingen“
v.l. Dr. Peter Comes, Jörg Berres, Sascha Horn, Dr. Annette Deynet-Vucenovic, Martin Reimann
Ehrenamt sichert Geschichte zu Lotsenmuseum und altem Kran
Bingen, 20.11.2025: Die Binger und Ingelheimer Lions hatten sich am frühen Abend zu St. Martin den alten Kran und das Lotsenhaus als Ziel mit Führung und Besichtigung ausgesucht. Der am Lotsenhaus aufgezeigt Rheinabschnitt von Bingen bis St. Goar wird von Schiffern heute noch Gebirgsstrecke genannt. Dieser war der gefährlichste Flussabschnitt der deutschen Wasserstraßen, betonte der Vorsitzende des Binger Schiffervereins, Ulrich Kunkel. Nirgendwo waren so viele Havarien zu verzeichnen, wie hier. Dies war ein wesentlicher Grund für die Einführung des Lotsenwesens und gleichzeitig für den kontinuierlichen Ausbau der vielen Gefahrenstellen dieser Wasserstraße.
Im Lotsenhaus wurden früher die wartenden Lotsen den ankommenden Schiffen zugeteilt, erläuterte der ehemalige Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Bingen, Martin Mauermann. Die Lotsen fuhren dann mit eigenen Kähnen zum Frachtschiff, stiegen dort an Bord und übernahmen verantwortlich das Ruder. Er erklärte auch die Wahrschaustation auf dem Mäuseturm. Diese Station signalisierte mit Flaggen und schließlich auch mit Lichtzeichen die zugewiesenen Wege durch das Binger Riff. Die an den Bildtafeln dargestellten Havarien vermitteln die Gefährlichkeit dieser Strecke bis zum heutigen Tag.
Martin Mauermann, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Bingen a.D. (rote Jacke)
Ebenso spannend waren die Ausführungen zum alten Kran aus dem Jahre 1487, der über hunderte von Jahren den Warenverkehr auf dem Rhein mit der Handelsstadt Bingen verband. Die „Kranknechte“ berichteten über die Sanierung des Krans im Vorfeld der Landesgartenschau 2008. „Einer der wenigen Kräne dieser Bauart konnte hiermit für die Nachwelt erhalten werden“, betonte der Vorsitzende des Denkmalvereins, Norbert Burkart. Der von Kranknechten betriebene Tretkran wurde bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts u.a. für Weinfässer genutzt und konnte fast drei Tonnen heben. „Das war eine schweißtreibende Arbeit“ bemerkte Arnold Müller bei der Vorstellung der Krantechnik. Da der Kran bei jährlich bis zu 3.000 Besucher auch im Betrieb gezeigt wird, muss er vom TÜV abgenommen und die „Kranknechte“ sogar ihre Fachkunde nachweisen.
v.r. Vorsitzender Denkmalverein, Norbert Burkart
Der Präsident des Lions Clubs Bingen, Jörg Berres, verband den großen Dank für die interessanten Einblicke in die Herausforderungen der Schifffahrt im Mittelrheintal, der Lotsen sowie den alten Kran im Binger Rheinhafen mit einer Spende an beide Vereine. Nur durch die engagierte ehrenamtliche Arbeit der Vereinsmitglieder, vor allem an den Wochenenden im Sommer, kann diese wichtige Kulturgeschichte erhalten und weitervermittelt werden. Bingen hat schon mit Blick auf die BUGA viel zu bieten, so Berres abschließend.
Präsident LC Ingelheim, Joachim Kulla, überrreicht Jörg Berres im Zollamt ein fahrendes Schiff-Kran-Mäuseturmmodell von LF Jesco von Puttkamer
Lions Bingen spendet 7.500 € an den SSV Bingen
Bingen 16.11.2025: Der Reinerlös des Entenrennens 2025 geht mit 7.500 Euro an den Schwimmsportverein Bingen. Präsident und Vizepräsident des Lions Clubs Bingen, Jörg Berres und Stefan Wienand überreichten dem Vorsitzenden des SSV Bingen, Matthias Müller, einen Scheck in der Schwimmhalle von Theragens in Bingen. Theragens unterstützte die Nichtschwimmerkurse der Staffeln 2024/25.
Jörg Berres, Matthias Müller, Stefan Wienand
Nachdem beim Entenrennen fast 1.200 Lose verkauft wurden, erhalten im kommenden Jahr rund 75 Kinder eine Chance, über diese Benefizveranstaltung schwimmen zu lernen. Ergänzt werden diese Mittel erneut über den SSV Bingen, der für diesen Zweck seine Kursgebühren um 50% reduziert. Insgesamt werden somit über 15.000 EUR für das soziale Programm mobilisiert. Matthias Müller: „Das ist auch für uns als Verein eine Kraftanstrengung, finanziell sowie mit den ehrenamtlichen Mitgliedern und Schwimmlehrern. Wir freuen uns aber, diese gute Sache zu unterstützen, möglichst vielen Kindern das Schwimmen beizubringen. Vielleicht können wir zudem ein Kind für den Schwimmsport und eine Vereinsmitgliedschaft begeistern.“ Wie geht es jetzt weiter: Wie im letzten Jahr bittet der SSV Bingen die Kindertagesstätten in Bingen und die Kinder- und Jugendhilfe St. Hildegard, Kinder aus sozial benachteiligten Familien, die noch nicht schwimmen können, anzumelden. Dies erfolgt in Abstimmung mit den Eltern. Die neue Staffel soll im Februar 2026 beginnen. Kinder, die 2024/25 im ersten Kurs noch nicht erfolgreich waren, sollen erneut eine Chance erhalten, ihr Seepferdchen zu machen. Erfahrungen zeigen, dass einige Kinder erstmals an das Wasser gewöhnt werden müssen, aber dann in der zweiten Runde erfolgreich sind. Die Vertreter von Lions und SSV plädierten für ein größeres öffentliches Engagement, die Nichtschwimmerquote zu reduzieren. Schwimmen zu können, sollte zudem nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Nach einer Forsa-Umfrage können fast 50 Prozent der Kinder im Alter von etwa 6–10 Jahren aus einkommensschwachen Familien nicht schwimmen.
Wirtschaft – Chancen in Bingen und Rheinhessen besser nutzen – IHK-Geschäftsführer Dr. Florian Steidl zu Gast beim Lions Club Bingen
Bingen 29.10.2025: Die Wirtschaft ist nicht nur bundesweit in einer Rezession. Auch in Rheinland-Pfalz und im wirtschaftsstärksten Landkreis des Landes, in Mainz-Bingen, ist derzeit kein Wachstum in Sicht. Rheinhessen habe aber sehr gute Rahmenbedingungen, von einem Wirtschaftsaufschwung zu profitieren bzw. diesen vor Ort mit zu erarbeiten. Das gelte auch für Bingen, so IHK-Geschäftsführer Dr. Florian Steidl, in seinem Vortrag „Hightech im Rebenmeer“ beim Lions Club Bingen. Seit drei Jahren hat der IHK-Geschäftsführer für die Region Bingen, Ingelheim und Alzey seinen Dienstsitz in Bingen, der seit 1862 für die Belange der Betriebe aktiv ist.
Dr. Florian Steidl, Jörg Berres
Attraktiv und wirtschaftlich bedeutsam machen Rheinhessen, so Dr. Steidl, die gute Lage als Teil der Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar, das größte deutsche Weinanbaugebiet mit seinem touristischen Potenzial und vor allem eine sehr breit aufgestellte Wirtschaft mit international herausragenden Unternehmen, Hidden Champions und einem soliden Mittelstand. Die Großansiedlung von Eli Lilly in Alzey werde diese Ausgangslage ab 2027 in den Bereichen Pharma- und Biotechnologie weiter verstärken. Auch in Bingen würde die Ansiedlung eines Biotechunternehmens Sinn machen, schließlich sind die TH Bingen und die Biotechnologieakademie des Landes bereits vor Ort. Dafür brauche es allerdings passende Flächen, die aktuell nicht in Sicht sind.
Das Wirtschaftsklima bleibt bei den Betrieben derzeit auch in Rheinhessen weiter eingetrübt. Die Entwicklungen der Geschäftslage, Geschäftserwartungen, Beschäftigung, Investitionen und die Exporterwartungen weisen schon länger nach unten, betont Dr. Steidl. Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, inländische Nachfrage, hohe Arbeitskosten und der Fachkräftemangel sind aktuell die wichtigsten Risiken für die Geschäftsentwicklung der Betriebe in Rheinhessen. Hinzukommen steigende Steuer- und Abgabenlasten auf der kommunalen Ebene.
Der Geschäftsführer der IHK mahnte Reformen und zusätzliche Anstrengungen im Bereich der Wirtschaftsförderung, insbesondere durch qualifizierte Ansprechpartner und die Ausweisung von Gewerbeflächen an, dies gelte insbesondere auch für den Standort Bingen. Auch wenn Bingen in den letzten zehn Jahren bei Touristen und Übernachtungen besser abgeschnitten hat als Rheinhessen, dürfe man bei zunehmenden Leerständen in der Stadt nicht zusehen, sondern sollte gemeinsam mit den Betrieben die Standortbedingungen verbessern. Mit dem landesweit höchsten Grundsteuerhebesatz auf gewerblich und gemischt genutzte Grundstücke von 1.200 Prozent bewirke man aber das Gegenteil, so Dr. Steidl. Die Buga 2029 sei eine Chance für die Region. Es gelte touristische Aktivitäten in Rheinhessen weiter zu bündeln, den Dachmarkenprozess weiter mit Leben zu füllen. Im Hotelbereich sei es marktverträglich, vier bis sechs neue Hotels anzusiedeln.
Die sich an den Vortrag anknüpfenden Diskussion war von Pessimismus und Hoffnung zugleich geprägt. Auch wenn die fetten Jahre wohl vorbei sind, erfordern die Stabilisierung und Verbesserung der Wirtschaft auch vor Ort in Bingen mehr gemeinsame öffentliche und private Anstrengungen. Die IHK werde diesen Prozess gerne unterstützen, so Dr. Steidl.
Der Präsident des Lions Clubs Bingen, Jörg Berres, dankte abschließend für die rege Teilnahme und Diskussion und betonte die Bedeutung einer starken Wirtschaft auch für einen funktionierenden Sozialstaat und zahlreiche freiwillige Leistungen der Kommunen.